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KRISENZENTRUM
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Erfurt. Schön. Saufen.
[16.04.2008]

Am 11. April 2008 war es endlich soweit, die Aktion gegen das Alkoholverbot ging in die erste Runde.

Ziel war und ist es, die Bürger Erfurts auf den Beschluss des Stadtrats aufmerksam zu machen, ein Verbot des Alkoholtrinkens in der Innenstadt durchzusetzen. Außerdem sollen möglichst viele Menschen für die Veranstaltung am 23. April auf dem Fischmarkt mobilisiert werden. Dazu wurden Flyer, Buttons und braune Tüten besorgt, um die Leute frühzeitig auf die neuen Umstände einzustellen.

Man kann sich nun fragen, warum wir gegen ein Alkoholverbot sind, denn schließlich, so sagt es so mancher Politiker, blieben doch dann die schönen Plätze von leeren oder gar kaputten Flaschen verschont und es gäbe weniger Alkoholprobleme in der Stadt.

Tatsächlich spiegelt diese Argumentation leider nur die Kurzsichtigkeit der heutigen Zeit wider. Denn erstens wird der Beschluss das Alkoholproblem nicht lösen, sondern nur in die Randgebiete der Stadt verdrängen. Zweitens wird im Moment der Müll in der Stadt weniger durch Flaschen als durch Pappschachteln, Zigarettenkippen und Taschentücher hervorgerufen. Außerdem hätte das Verbot gravierende Folgen. Das Flair der Stadt würde Stück für Stück verschwinden. Das gemütliche Zusammensitzen bei einer gemütlichen Flasche Bier, Sekt oder Wein, um einen stressigen Tag mit Freunden in Ruhe ausklingen zu lassen, wäre nicht mehr möglich. Die Stadt würde an Leben verlieren und damit ihren Reiz und ihren Charme. Deshalb sind wir strikt gegen das Alkoholverbot!

Denn Ruhestörungen sind nur allzu natürlich, wenn man sich einen Innenstadt nahen Wohnort sucht und können durch die bereits bestehenden Vorschriften und Beschlüsse geahndet werden. Dafür braucht man keine neuen Verbote, sondern nur Konsequenz in der Durchsetzung.

Also MACH (D)EIN FASS AUF!


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